Was ist NLP? – Klare Ansichten – Aussichten – Einsichten

 

Neuro Linguistisches Programmieren – kurz NLP – ist zu verstehen als anwendungsorientierte Methodenlehre mit sehr nützlichen Prinzipien und Vorgehensweisen für exzellente Kommunikation, tiefgreifendes Lernen und persönliche Veränderung.

NLP hat sich in den letzten Jahrzehnten gleichermaßen in privaten und beruflichen Kontexten etabliert - überall dort wo Menschen miteinander in Beziehung treten und verstehend kommunizieren wollen.

Der Terminus “Neuro–Linguistisch“ wurde erstmals von Alfred Habdank S. Korzybski (1879-1950 – Ingenieur und Linguist) im Vorwort der 1941 erschienen Neuauflage seines Buches “Science & Sanity“ – (Wissenschaft & Gesundheit) verwendet.

Er wollte damit auf die engen Zusammenhänge von Sprache, den Bedeutungen, die wir Worten zuordnen, neuronalen Prozessen und Gesundheit hinweisen.
Er nannte sein methodisches Vorgehen für „gesunde Kommunikation“ - „Neuro-Linguistisches Training“.

Der Terminus wurde in den 1970er Jahren von den Begründern des NLP Richard Bandler (er studierte Mathematik und Psychologie) und John Grinder (Linguist) übernommen.
Sie, insbesondere John Grinder als Linguist, kannten und erkannten die enge Verbindung und Bedeutung von neuronaler Sinneswahrnehmung, linguistischer, methodischer Untersuchung menschlicher Sprache in der Kommunikation sowie der prozesshaften Verarbeitung der Informationen im Gehirn, die Sie, vermutlich in Anlehnung an das in den 1970er Jahren aufkommende Computerzeitalter, “Programmieren“ nannten.

Sie studierten und analysierten gezielt die Sprach- und Verhaltensmuster einiger außerordentlich erfolgreicher Therapeuten wie Virginia Satir (Familientherapeutin), Fritz Perls (Gestalttherapeut) und später auch Milton Erickson (Begründer der modernen Hypnotherapie) und setzten diese in Bezug zu deren Ergebnissen in der Arbeit mit Klienten.
Ihr Ziel war es, die “Geheimnisse“ ihrer therapeutischen Erfolge transparent und beschreibbar zu machen, um daraus sinnvolle übergeordnete methodische Vorgehensweisen, Interventionen, lehr- und lernbare Konzepte abzuleiten.

Der Schwerpunkt lag und liegt daher auf der Anwendbarkeit bewährter Methoden, mit einem nur bedingt eigenen “Theoriegebäude“.
Gleichwohl fließen grundlegende und wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie, den Sozialen- und Verhaltenswissenschaften, der modernen Hirnforschung und vieler anderer Disziplinen in Ausbildungen ein oder sind in angemessenem Maß Bestandteil qualifizierter und zertifizierter Ausbildungen.
Wichtig ist dabei originäre Bezüge zu erwähnen und klar zu benennen.

 
Um es mit den Worten von Albert Einstein zu sagen:
„So einfach wie möglich. Aber nicht einfacher.“

 
Gregory Bateson (1904 – 1980) – anglo-amerikanischer Anthropologe, Biologe, Sozialwissenschaftler, Kybernetiker und Philosoph – einer der bedeutendsten und angesehensten Denker des 20. Jahrhunderts - schrieb: "Grinder und Bandler haben sich den Problemen gestellt, denen wir damals gegenüberstanden. ... Sie haben Instrumente, die wir nicht hatten – oder von denen wir nicht wussten wie wir sie benutzen sollten. Ihnen ist es gelungen die Linguistik zur Basis einer Theorie und gleichzeitig zu einem Therapiewerkzeug zu machen. Das gibt Ihnen eine doppelte Kontrolle über psychische Phänomene, und sie haben etwas gemacht, was wir dummerweise übersehen haben, wie mir heute klar ist ... . In der Tat ist aber vieles, was 1955 schwer auszudrücken war, 1975 wesentlich leichter auszudrücken. Möge es gehört werden!“ (1)


1975 veröffentlichten R. Bandler und J. Grinder Ergebnisse ihrer Studien über formalisierte Sprachmuster und deren Wirkung in der Kommunikation unter dem Titel: “Structure of Magic – Vol.1“ bei „Science & Behaviour Books“.
Ihnen war es gelungen, einerseits auf der Basis der Arbeiten von Alfred H. S. Korzybski und Noam Chomsky (1928 – Sprachwissenschaftler) und andererseits auf der Basis der “Modellierung“ von Virginia Satir, Fritz Perls, später auch Milton Erickson sowie Analyse deren kunstfertiger Sprache, Ansätze lehr- und lernbarer Methoden erfolgreicher Kommunikation zu entwickeln.
Es wurde möglich innere mentale Prozesse besser verstehbar zu machen und zu beschreiben , den Prozess der Informationsgewinnung über die eigene und die Vorstellungswelt des “Gegenüber“ transparenter werden zu lassen und unterstützende lehr- und lernbare Interventionen daraus herzuleiten und anzuwenden.

Virginia Satir schreibt in ihrem Vorwort:

“ ...Ich war lange Zeit Trainerin für Familientherapie, ebenso Klinikerin und Theoretikerin. Das bedeutet, dass ich gesehen habe, wie sich Veränderung vollzieht ... Ich habe eine Theorie, wie ich Veränderung bewirke. Das Wissen über diesen Prozess ist jetzt beachtlich erweitert worden durch Richard Bandler und John Grinder, die in einer konkret messbaren Weise über die Zutaten des WAS, welches das WIE ermöglicht, reden können.“


NLP hat sich seit den 1970er Jahren in viele Richtungen erfolgreich entwickelt und eine große Verbreitung
unter Privatpersonen, in der Personalentwicklung von Organisationen, Ausbildungsinstitutionen und Unternehmen, von Kliniken und Praxen im Gesundheitswesen sowie in den Kontexten Training, Coaching, Beratung und Therapie erfahren.
So wurde beispielsweise am 10. Januar 2007 in Österreich die „Neuro-Linguistische Psychotherapie“ - deren Anwendung eine zusätzlich therapeutische Zulassung voraussetzt - vom "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen“ als offizielle psychotherapeutische Methode anerkannt. (2)
Es wurde hierbei unter anderem festgestellt, dass die zur Anerkennung eingereichten Unterlagen „... die Kriterien bezüglich Methodenspezifität, einer wissenschaftlich-psychotherapeutischen Theorie des menschlichen Handelns, Eigenständigkeit der Methoden der praktischen Anwendung und Wirksamkeit im Hinblick auf psychosoziale oder psychosomatisch bedingte Leidenszustände erfüllen“.

Die Wirkungsweise wurde 1994-1996 in einer Wirksamkeitsstudie an der Universität Wien untersucht.

Die "European Association for Psychotherapy – EAP“ mit 128 Mitgliedsorganisationen in 41 europäischen Ländern und mehr als 120.000 Psychotherapeuten hat daraufhin die „Gesellschaft für Neurolinguistische Psychotherapie – EANLP“ als Vollmitglied aufgenommen und auf europäischer Ebene NLP als gleichwertige Methode zur Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und Systemischen Therapie anerkannt.

Eindrucksvolle Belege der Entwicklung seit Anfang der 1970er Jahre zu der Viele Vieles beigetragen haben und noch beitragen werden... .
In diesem Sinne hoffen wir Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf unsere Ausbildungen gegeben zu haben und Sie demnächst persönlich in einer unserer Info Seminare, Ausbildungen, Trainings oder Coachings zu begrüßen.

 
1 Bateson in: Bandler/Grinder 1981a, S.13 ff
2 Geschäftszahl BMGF-93500/0002-1/7/2007

 

 

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